Seit über 35 Jahren ist Europa nicht mehr durch den Eisernen Vorhang getrennt. Vor etwas mehr als 20 Jahren erlebte die Europäische Union zudem ihre bisher größte Erweiterung: Zehn Länder traten der EU bei, darunter die Tschechische Republik und die Slowakei. Damals wurde dies in beiden Ländern gefeiert: Zum einen das Ende der ideologisch getrennten Blöcke, in denen Freiheit, Demokratie und ein freier Markt lange nur ein Traum waren. Zum anderen die Chance, Teil einer gemeinsamen Integration zu werden, die wirtschaftlich, kulturell und politisch Fortschritt versprach. Heute jedoch werden diese Errungenschaften von rechtsextremistischen Parteien oft als Argument gegen die EU instrumentalisiert. Vor diesem Hintergrund stellen sich zentrale Fragen: Wie kam es zu dieser Wende? Welche Narrative und Parolen werden in der Slowakei und Tschechien genutzt – und warum wirken sie so überzeugend, dass die politische Ausrichtung beider Länder wieder eher nach Osten als nach Westen zu tendieren scheint?
Termin: 26.03.2026, 18:00 Uhr
Ort: vhs-Zentrum (am Schlossplatz), Saal 1 OG
Kursnummer: 1216
gebührenfrei



