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AJ1205K Vortrag "Aus Deutschland vertrieben - in Frankreich verfolgt. Frauen in Internierungslagern in Südfrankreich (1939-1944)".

AJ1205K Vortrag "Aus Deutschland vertrieben - in Frankreich verfolgt. Frauen in Internierungslagern in Südfrankreich (1939-1944)".


Beginn Do., 29.04.2021, 18:30 - 20:30 Uhr
Kursgebühr 0,00 €
Dauer 1 Termin
Kursleitung Prof. Dr. Mechthild Gilzmer

In Kooperation mit der FrauenGenderBibliothek Saar

In Kooperation mit der FrauenGenderBibliothek Saar


In den 30er Jahren suchten zahlreiche Männer und Frauen, die von den Nationalsozialisten aus unterschiedlichen Gründen verfolgt wurden, Zuflucht im traditionellen Asylland Frankreich. Zunächst toleriert und integriert, wurden diese Migranten und Migrantinnen als Reaktion auf die wirtschaftliche Krise und die sich abzeichnende außenpolitische Bedrohung zunehmend zur Zielscheibe fremdenfeindlicher und antisemitischer Kampagnen. Bereits Ende 1938 legte die französische Regierung der Dritten Republik die gesetzlichen Grundlagen für die Kontrolle und Internierung von sogenannten "Unerwünschten". Umgesetzt wurde diese dann kurz darauf im Januar 1939 mit der Einrichtung des Internierungslagers "Rieucros" im Departement Lozère. Ehemalige Spanienkämpfer*innen waren die ersten Opfer dieser Maßnahmen. Im Oktober 1939 wurde dieses Lager dann zu einem reinen Frauenlager für als besonders gefährlich angesehene Ausländerinnen - darunter auch zahlreiche deutsche Kommunistinnen. Während Rieucros als "repressives Lager" für als besonders gefährlich angesehene Frauen fungierte, kamen alle anderen deutschen und deutschsprachigen Frauen ab Mai 1940 in das Lager Gurs in den Pyrenäen, in das im Oktober 1940 auch die saarländischen Juden deportiert wurden. Es fragt sich nun, warum der französische Staat es für notwendig erachtete, eine spezifische Gruppe von Frauen getrennt von Männern zu internieren.
In meinem Vortrag sollen die Wege und Schicksale einiger der Frauen ausgehend von zeitgenössischen Quellen vorgestellt werden.

In den 30er Jahren suchten zahlreiche Männer und Frauen, die von den Nationalsozialisten aus unterschiedlichen Gründen verfolgt wurden, Zuflucht im traditionellen Asylland Frankreich. Zunächst toleriert und integriert, wurden diese Migranten und Migrantinnen als Reaktion auf die wirtschaftliche Krise und die sich abzeichnende außenpolitische Bedrohung zunehmend zur Zielscheibe fremdenfeindlicher und antisemitischer Kampagnen. Bereits Ende 1938 legte die französische Regierung der Dritten Republik die gesetzlichen Grundlagen für die Kontrolle und Internierung von sogenannten "Unerwünschten". Umgesetzt wurde diese dann kurz darauf im Januar 1939 mit der Einrichtung des Internierungslagers "Rieucros" im Departement Lozère. Ehemalige Spanienkämpfer*innen waren die ersten Opfer dieser Maßnahmen. Im Oktober 1939 wurde dieses Lager dann zu einem reinen Frauenlager für als besonders gefährlich angesehene Ausländerinnen - darunter auch zahlreiche deutsche Kommunistinnen. Während Rieucros als "repressives Lager" für als besonders gefährlich angesehene Frauen fungierte, kamen alle anderen deutschen und deutschsprachigen Frauen ab Mai 1940 in das Lager Gurs in den Pyrenäen, in das im Oktober 1940 auch die saarländischen Juden deportiert wurden. Es fragt sich nun, warum der französische Staat es für notwendig erachtete, eine spezifische Gruppe von Frauen getrennt von Männern zu internieren.
In meinem Vortrag sollen die Wege und Schicksale einiger der Frauen ausgehend von zeitgenössischen Quellen vorgestellt werden.


Anmeldung per E-Mail erforderlich unter info@frauengenderbibliothek-saar.de
Kontakt: Tel: +49 681 9388023, www.frauengenderbibliothek-saar.de

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Termine

Datum
29.04.2021
Uhrzeit
18:30 - 20:30 Uhr
Ort
online