AT1512 Hannah Arendt
AT1512 Hannah Arendt
| Beginn | Mo., 16.03.2026, 18:00 - 19:30 Uhr |
| Kursgebühr | 70,00 € |
| ermäßigte Gebühr | 65,00 € Die Online-Anmeldung ist leider nur möglich mit der vollen Kursgebühr. Bitte kontaktieren Sie uns mit Vorlage eines geeigneten aktuellen Ermäßigungsbelegs (vgl. unsere AGB), um die Ermäßigung nachträglich einzurichten. |
| Dauer | 14 Termine |
| Kursleitung |
Dr. Peter Kleiß
Karl-Günther Dilk Dr. Heino Klingen |
Abendkurs
Hannah Arendt ist die Denkerin des 20. Jahrhunderts. Sie setzte sich mit den Grundlagen der Politik wie Freiheit, Gleichheit und Revolution auseinander und sah die Freiheit des gemeinschaftlichen Handelns der Bürger als zentral an. In ihren Schriften wie in ihrem Leben spiegeln sich die tiefgreifenden Erschütterungen dieser Zeit: Aufstieg und Fall totalitärer Regimes, Flucht- und Fremdheitserfahrungen, aber auch hoffnungsvolle Neuanfänge prägten ihr gesamtes Denken. Doch Arendt wollte nicht nur berichten und bezeugen, sondern begreifen. Wie keiner zweiten gelang es ihr, die radikalen Brüche, existenziellen Verlusterfahrungen und unverhofften Chancen des dramatischen 20. Jahrhunderts zu verstehen – und zu leben.
Im Zentrum des Seminars steht das Buch Grit Straßenberger: Die Denkerin. Hannah Arendt und ihr Jahrhundert. (C.H.Beck 2025, 34, Euro). Grit Straßenberger präsentiert ein neues, lebendiges Bild der außergewöhnlichen Denkerin: Durch einen starken Fokus auf die Erinnerungen und Geschichten, die von Freunden, Kollegen und Schülern über Arendt erzählt wurden, lernen wir die Person hinter der einzigartigen Philosophin kennen. Obwohl ihr die Rolle der Intellektuellen zutiefst suspekt war, wurde sie zu einer Intellektuellen von Weltrang. Ihr Denken war irritierend und eigensinnig, sie eckte überall an, war aber alles andere als eine Einzelgängerin: Die Liste von Arendts Bekanntenkreis liest sich wie das „Who is Who” der westlichen Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts. Arendt führte ihr Jahrhundertleben als eine „Virtuosin der Freundschaft”, für deren Denken zwischenmenschliche Verbindungen unverzichtbar waren – und die auch heute noch unsere Freundin im Geiste sein kann.
„Arendts Ideal des politisch engagierten Lebens liest sich wie ein Vorschlag zur Belebung kriselnder Institutionen von Parteien, Staat und Öffentlichkeit. Ihre Warnungen vor Diktatur und Imperialismus sind ebenso aktuell wie ihre Analysen von Migration, Nahostkonflikt, Protestbewegungen und Fake News.“ (Moritz Rudolf, Philosophie Magazin 01/2026)
Neben dem Buch von Grit Straßenberger empfehlen die Kursleiter folgende Werke Hannah Arendts: „Denktagebuch 1950-1973“, Piper, 25 Euro und „Elemente und Ursprünge totalitärer Herrschaft“, Piper, 28 Euro.
Anmeldung erforderlich.
Über die Dozenten:
Karl Günter Dilk, Pfarrer i.R.:
Nach dem Studium der Evangelischen Theologie und Philosophie war er über 40 Jahre als Pfarrer in Kirchengemeinden und der Krankenhaus- und Gefängnisseelsorge tätig. Seit 2018 ist Karl Dilk im Ruhestand.
Dr. Peter Kleiß, Jazzredakteur i.R. und Philosoph:
Das Studium der Germanistik, Philosophie und Politik in Marburg hat Peter Kleiß im Wesentlichen durch Radiosendungen über Jazz und Literatur finanziert. Dass Radiomachen später sein Beruf wurde, hatte ihn selber überrascht. Lesen und Radiomachen sind zwar wunderschöne, aber einsame Tätigkeiten. Das Philosophieseminar der vhs Regionalverband Saarbrücken hat ihn mit angenehmen Menschen und seiner Ausbildung in den 1970er Jahren in Verbindung gebracht.
Dr. Heino Klingen:
Geboren am 11. Mai 1954 in Wesel. Nach Abitur und Ausbildung zum Bankkaufmann Studium der Volkswirtschaft in Kiel. Promotion zum Dr. sc. pol. mit einer Arbeit zur Politischen Ökonomie der Präklassik. Von 1998 bis 2020 Angestellter der Industrie- und Handelskammer des Saarlandes, zunächst als Referent, dann als Geschäftsführer für Standortpolitik und ab 2016 bis 2020 als Hauptgeschäftsführer. Seit Anfang 2021 Rentner.
Abendkurs
Hannah Arendt ist die Denkerin des 20. Jahrhunderts. Sie setzte sich mit den Grundlagen der Politik wie Freiheit, Gleichheit und Revolution auseinander und sah die Freiheit des gemeinschaftlichen Handelns der Bürger als zentral an. In ihren Schriften wie in ihrem Leben spiegeln sich die tiefgreifenden Erschütterungen dieser Zeit: Aufstieg und Fall totalitärer Regimes, Flucht- und Fremdheitserfahrungen, aber auch hoffnungsvolle Neuanfänge prägten ihr gesamtes Denken. Doch Arendt wollte nicht nur berichten und bezeugen, sondern begreifen. Wie keiner zweiten gelang es ihr, die radikalen Brüche, existenziellen Verlusterfahrungen und unverhofften Chancen des dramatischen 20. Jahrhunderts zu verstehen – und zu leben.
Im Zentrum des Seminars steht das Buch Grit Straßenberger: Die Denkerin. Hannah Arendt und ihr Jahrhundert. (C.H.Beck 2025, 34, Euro). Grit Straßenberger präsentiert ein neues, lebendiges Bild der außergewöhnlichen Denkerin: Durch einen starken Fokus auf die Erinnerungen und Geschichten, die von Freunden, Kollegen und Schülern über Arendt erzählt wurden, lernen wir die Person hinter der einzigartigen Philosophin kennen. Obwohl ihr die Rolle der Intellektuellen zutiefst suspekt war, wurde sie zu einer Intellektuellen von Weltrang. Ihr Denken war irritierend und eigensinnig, sie eckte überall an, war aber alles andere als eine Einzelgängerin: Die Liste von Arendts Bekanntenkreis liest sich wie das „Who is Who” der westlichen Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts. Arendt führte ihr Jahrhundertleben als eine „Virtuosin der Freundschaft”, für deren Denken zwischenmenschliche Verbindungen unverzichtbar waren – und die auch heute noch unsere Freundin im Geiste sein kann.
„Arendts Ideal des politisch engagierten Lebens liest sich wie ein Vorschlag zur Belebung kriselnder Institutionen von Parteien, Staat und Öffentlichkeit. Ihre Warnungen vor Diktatur und Imperialismus sind ebenso aktuell wie ihre Analysen von Migration, Nahostkonflikt, Protestbewegungen und Fake News.“ (Moritz Rudolf, Philosophie Magazin 01/2026)
Neben dem Buch von Grit Straßenberger empfehlen die Kursleiter folgende Werke Hannah Arendts: „Denktagebuch 1950-1973“, Piper, 25 Euro und „Elemente und Ursprünge totalitärer Herrschaft“, Piper, 28 Euro.
Anmeldung erforderlich.
Über die Dozenten:
Karl Günter Dilk, Pfarrer i.R.:
Nach dem Studium der Evangelischen Theologie und Philosophie war er über 40 Jahre als Pfarrer in Kirchengemeinden und der Krankenhaus- und Gefängnisseelsorge tätig. Seit 2018 ist Karl Dilk im Ruhestand.
Dr. Peter Kleiß, Jazzredakteur i.R. und Philosoph:
Das Studium der Germanistik, Philosophie und Politik in Marburg hat Peter Kleiß im Wesentlichen durch Radiosendungen über Jazz und Literatur finanziert. Dass Radiomachen später sein Beruf wurde, hatte ihn selber überrascht. Lesen und Radiomachen sind zwar wunderschöne, aber einsame Tätigkeiten. Das Philosophieseminar der vhs Regionalverband Saarbrücken hat ihn mit angenehmen Menschen und seiner Ausbildung in den 1970er Jahren in Verbindung gebracht.
Dr. Heino Klingen:
Geboren am 11. Mai 1954 in Wesel. Nach Abitur und Ausbildung zum Bankkaufmann Studium der Volkswirtschaft in Kiel. Promotion zum Dr. sc. pol. mit einer Arbeit zur Politischen Ökonomie der Präklassik. Von 1998 bis 2020 Angestellter der Industrie- und Handelskammer des Saarlandes, zunächst als Referent, dann als Geschäftsführer für Standortpolitik und ab 2016 bis 2020 als Hauptgeschäftsführer. Seit Anfang 2021 Rentner.
Kursort
Altes Rathaus, Raum 13
Schlossplatz 166119 Saarbrücken



