Vortrag und Exkursion: „Die Nazis aus der Nachbarschaft“ – Erinnerungskultur und Erinnerungsorte der Nazi-Herrschaft am Beispiel Saarbrückens

Erstellt von Martha Rosenkranz |

Wie wird die Geschichte des Nationalsozialismus in Saarbrücken erinnert? Welche Relikte aus diesem dunkelsten Kapitel der jüngeren Vergangenheit haben sich bis heute erhalten? Was wird hervorgehoben, was bleibt außen vor – bzw. was wird reflektiert, was wird nach wie vor verdrängt? Wie muss man sich den Alltag zwischen 1933 und 1945 vorstellen? Zwischen Abstimmungskampf, Verfolgung und Widerstand ist das Spektrum dessen, was sich die Nazis in der Nachbarschaft geleistet haben, breit.

Aber auch Orte des „offiziellen? Gedenkens spielen eine Rolle: der Platz des unsichtbaren Mahnmals, das Grab von Willi Graf, der Rabbiner-Rülf-Platz mit dem Mahnmal für die ermordeten saarländischen Juden und die Neue Bremm. Die Auseinandersetzung mit diesen Schauplätzen bietet Gelegenheit gemeinsam mit der Dozentin Frau Meike Jung, die Historikerin ist, über Erinnerungskultur, Inszenierung von Geschichte und historisches Bewusstsein zu diskutieren und zu reflektieren.

Im Rahmen der Vortragsveranstaltung wird auch die Ausstellung zum Nationalsozialismus im Historischen Museum besucht, wobei insbesondere die erhaltene Arrestzelle der Gestapo als Erinnerungsort von Interesse ist.

Der Vortrag findet am Mittwoch, den 16.01.2019 um 18:00 Uhr im vhs-Zentrum in Saal 02 (EG) am Schlossplatz in Saarbrücken statt. Die Vortragsveranstaltung und der Eintritt in das Historische Museum sind gebührenfrei.


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