Die Neue Seidenstraße - Chinas Konzept einer Weltordnung

Erstellt von Martha Rosenkranz |

Wie einen Stein ins Wasser geworfen hatte Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping das Schlagwort von einer "Neuen Seidenstraße" in seiner Rede im September 2013 in Kasachstan. Vordergründig kündigte er damit ein Programm zum Ausbau der alten terrestrischen Seidenstraße zu einem neuen Handels- und Wirtschaftsraum an, der bis nach Duisburg reichen sollte.

Angesichts der widersprüchlichen Verhältnisse in Eurasien löste er damit unterschiedliche Erwartungen einer diplomatischen und möglicherweise imperialen Offensive aus, durch welche sich die alten Welt- und Wirtschaftsmächte herausgefordert fühlen, obgleich niemand (auch China nicht) wissen kann, wie diese Zukunftsprojektion praktisch umsetzbar sein wird.

 

Der Dozent Edgar Werner Müller ist Geograph und Politikwissenschaftler und hatte eine Gastprofessur für Politikwissenschaft an der Zhongnan-Universität in China inne. In seinem Vortrag beleuchtet er kritisch die bisherigen wilden Spekulationen vor dem Hintergrund der langfristigen weltpolitischen Orientierung des Reiches der Mitte einerseits und außerchinesischer Weltordnungskonzepte vom Kolonialismus über Entwicklungsstrategien oder Weltpolizei- Vorstellungen andererseits. In der Diskussion mit Ihnen wägt er die möglichen Folgen der Etablierung einer neuen Seidenstraße für die Weltlage ab.

Der Vortrag findet am Donnerstag, den 19.04., um 18:00 Uhr im vhs-Zentrum am Schlossplatz Saarbrücken in Raum 02 statt. Der Eintritt ist frei.


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