Veranstaltung "Fotografie und Demokratie – ein schwieriges Verhältnis Vom Bildbesitz zur Überwachung und zum Deep Fake" (Nr. AT2513) wurde in den Warenkorb gelegt.
AT2513 Fotografie und Demokratie – ein schwieriges Verhältnis Vom Bildbesitz zur Überwachung und zum Deep Fake
AT2513 Fotografie und Demokratie – ein schwieriges Verhältnis Vom Bildbesitz zur Überwachung und zum Deep Fake
| Beginn | Do., 11.06.2026, 18:30 - 20:30 Uhr |
| Kursgebühr | 8,00 € |
| Dauer | 1 Termin |
| Kursleitung |
Prof. Dr. Rolf Sachsse
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Vortrag
Fotografie und Demokratie - ein schwieriges Verhältnis.
Vom Bildbesitz zur Überwachung und zum Deep Fake
Jahrhunderte lang galt der Besitz des eigenen Bildes als Privileg des Adels und der Reichen; das hat sich erst kurz vor der Erfindung der Fotografie geändert. Die Demokratisierung des Bildes ging einher mit dem Mythos von der realen Abbildung der Welt, und die Freude über einfach verfügbare Bilder der Mitmenschen wurde schnell vom polizeilichen Bildersammeln eingeholt.
1847 gibt es ein erstes Album von Wohnungslosen im schweizerischen Bern, zehn Jahre später die großen Sammlungen von Geisteskranken in englischen Kliniken, und um 1880 herum wird der koloniale Rassismus durch fotografische Bildbände in jedes Haus gebracht.
1938 wird in Deutschland der Personalausweis mit Passbild zur Pflicht, und mit jedem Schritt in Richtung Digitalisierung werden die Vorschriften für künftige Ausweisbilder strenger.
Die Digitalisierung dreht ab den 2010er Jahren allerdings das Bildprivileg und sein Gegenstück als Identitätsnachweis um: Milliarden von Selfies überschwemmen die Netze und belegen die Anwesenheit von Menschen an bestimmten Orten – nur ob die Abgebildeten noch echt sind, weiß bald niemand mehr. Der Vortrag wird zwischen diesen Polen eine Mediengeschichte des Menschenbildes auffächern.
Vortrag
Fotografie und Demokratie - ein schwieriges Verhältnis.
Vom Bildbesitz zur Überwachung und zum Deep Fake
Jahrhunderte lang galt der Besitz des eigenen Bildes als Privileg des Adels und der Reichen; das hat sich erst kurz vor der Erfindung der Fotografie geändert. Die Demokratisierung des Bildes ging einher mit dem Mythos von der realen Abbildung der Welt, und die Freude über einfach verfügbare Bilder der Mitmenschen wurde schnell vom polizeilichen Bildersammeln eingeholt.
1847 gibt es ein erstes Album von Wohnungslosen im schweizerischen Bern, zehn Jahre später die großen Sammlungen von Geisteskranken in englischen Kliniken, und um 1880 herum wird der koloniale Rassismus durch fotografische Bildbände in jedes Haus gebracht.
1938 wird in Deutschland der Personalausweis mit Passbild zur Pflicht, und mit jedem Schritt in Richtung Digitalisierung werden die Vorschriften für künftige Ausweisbilder strenger.
Die Digitalisierung dreht ab den 2010er Jahren allerdings das Bildprivileg und sein Gegenstück als Identitätsnachweis um: Milliarden von Selfies überschwemmen die Netze und belegen die Anwesenheit von Menschen an bestimmten Orten – nur ob die Abgebildeten noch echt sind, weiß bald niemand mehr. Der Vortrag wird zwischen diesen Polen eine Mediengeschichte des Menschenbildes auffächern.
Kursort
vhs-Zentrum, Saal 1 OG
Schlossplatz66119 Saarbrücken



